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Grundlagen Computernetze
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Der zur Zeit am weitesten verbreitete Standard für lokale Netze
ist Ethernet. Er geht auf gemeinsame Spezifikationen von Intel, DEC und Xerox
zurück. Der Name (Ether = Äther) weist noch auf die ersten Funknetze (ALOHA)
hin. Die Datenübertragung erfolgt mit dem CSMA/CD-Verfahren. Auf dem Ethernet
können verschiedene Protokolle laufen, z. B. TCP/IP, DECnet, IPX/SPX (Novell),
etc.
Das Ethernet besteht physikalisch aus verschiedenen Typen von 50-Ohm-Koaxkabeln
oder paarweise verdrillten Leitungen (Twisted-Pair), Glasfasern, oder anderen
Medien (siehe nächsten Abschnitt). Die Datenrate beträgt typisch 10 MBit/s
(Erweiterung auf 100 MBit/s ist in Planung). Die wichtigsten Eigenschaften nach
der ursprünglichen Spezifikation sind:
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Datenrate: |
10 MBit/s |
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Maximale Länge des gesamten Netzes: |
2500 m |
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Maximale Zahl der Knoten: |
1024 |
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Medium: |
Koaxkabel, Basisbandübertragung |
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Zugriffsverfahren: |
CSMA/CD |
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Datenprotokoll: |
Frames variabler Größe |
Die Daten werden in Paketen gesendet und mit Verwaltungsinfo zu Beginn und CRC-Prüfinfo
am Ende versehen (Ethernet-Frame). Ethernet basiert, wie andere Netze auch, auf
einer Sammlung von Medium- und Protokollspezifikationen. Zuunterst liegt die
physikalsche Ebene; sie umfaßt neben der Verkabelung auch die Signalerzeugung
und -kodierung. Als Ethernet von DEC, Intel und Xerox aus der Taufe gehoben
wurde, gab es nur eine Verkabelungsart, der heutige Ethernet-Standard kennt
eine Vielfalt von Topologien. Ethernet-Anwender müssen bei der Vernetzung nicht
nur zwischen den Protokollen auf den höheren Schichten wie TCP/lP und IPX/SPX
unterscheiden, sondern auch noch den richtigen Ethernet-Frame wählen. 'Server
not found' oder ähnliche Fehlermeldungen stellen sich manchmal selbst dann ein,
wenn alle Ethernet-Treiber auf Workstation und Server korrekt geladen sind und
keine Kabelprobleme bestehen. Der Grund liegt nicht selten darin, daß Ethernet
nicht gleich Ethernet ist. Gleich vier verschiedene Dialekte sind heute in
Gebrauch, die erschwerenderweise ziemlich inkonsistent benannt sind. Kein anderes
lokales Netz weist diese Eigentümlichkeit auf. Groß sind die Unterschiede
nicht; sie beschränken sich auf ein paar Bytes in den übertragenen Datenpaketen
(Frames) und lassen sich in der Regel durch einfache Konfigurationsänderungen
der Netztreiber regulieren. Die elektrischen Anschlußbedingungen im weitesten
Sinne sind für die verschiedenen LAN-Typen standardisiert. Es handelt sich
dabei um die Standards des IEEE (Institute of Electrical and Electronic
Engineers, USA). Das IEEE ist eine internationale Vereinigung, die sich mit
allen wesentlichen Aspekten der Elektrotechnik beschäftigt. Viele ISO-Normen
(International Standards Organization) beruhen auf IEEE-Empfehlungen.
Verbindlich für lokale Netze sind die Empfehlungen des Subkomitees mit der Kurzbezeichnung
802. Eine relativ neu gegründete Runde beschäftigt sich mit drahtlosen LANS
(802.11). Physikalisch handelt es sich bei Ethernet immer um einen Bus, an den
die Stationen elektrisch parallel angeschlossen sind. Das klassische Ethernet
benutzt als Medium das yellow cable, ein dickes, vierfach abgeschirmtes
Koaxkabel. Die beiden Enden des Kabels sind mit speziell angepaßten
Widerständen abgeschlossen. Wenn eine Station nun Daten an eine andere senden
will, schickt sie elektrische Wellen auf Reisen. Diese Wellen breiten sich vom
Anschlußpunkt der Station nach beiden Seiten hin gleichmäßig aus. Irgendwo auf
dem Weg liegt dann der Empfänger, der die Welle am Kabel abgreifen kann und für
die weitere Nutzung aufbereitet. Unabhängig davon wandert die Welle jedoch
weiter, bis sie die Leitungsenden des Ethernet-Kabels erreicht hat. Dort wird
ihre Energie vollständig von den Abschlußwiderständen aufgenommen, so daß es
nicht zu Reflexionen kommt.
Nach einer gewissen Zeit, die aus der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle und
der Entfemung der sendenden Station zu den beiden Kabelenden resultiert, ist
die Signalwelle 'verschwunden' und das Kabel wieder frei. Dieses Prinzip liegt
allen Ethernet-Varianten zugrunde. Es gibt jedoch Unterschiede in der Topologie
des Netzes und beim verwendeten Kabel.
Der Standard legt aber auch das Aussehen der Daten fest, die auf die Leitung
gesendet werden. Die Daten werden in Paketen, sogenannten 'Frames'
zusammengefaßt. Jedes Paket trägt zu Beginn Verwaltungsinformationen (z. B. Absender-
und Empfängerstation, Länge, etc.) und nach den Nutzdaten schließt sich eine
Prüfinformation an. Leider gibt es keinen einheitlichen Frame, sondern
entwicklungsgeschichtlich bedingt Frames mit unterschiedlichem Aufbau. Es gab
bereits Ethernet-Installationen, lange bevor dieses Netz unter der Nummer 802.3
vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) standardisiert
wurde. Was Novell eigenmächtig als 'Ethernet 802.3' bezeichnet, ist jedoch
etwas anderes.
Die älteste Framestruktur ist Ethernet II. Charakteristisches Merkmal von Ethernet II ist das Typfeld, das aus zwei Bytes im Anschluß an die Start- und Zieladressen besteht und der Unterscheidung verschiedener höherer Protokolle dient. Alle anderen Formate enthalten hier eine Längeninformation; die Eindeutigkeit von Ethernet II kommt dadurch zustande, daß dessen Typ-Nummer immer größer ist als die maximale Paketgröße von 1518 Bytes (IPX-Pakete etwa sind am Typ 8137h erkennbar). Ein Datenpaket besteht aus 576 bis 12208 Bits und hat einen Aufbau entsprechend.

Die Präambel dient zur Synchronisation, sie besteht aus einer Folge von '10101010'-Bytes. Der SFD hat an der letzten Stelle eine '1' (10101011). Die Längen der einzelnen Teile (in Byte) sind in der Grafik eingetragen. Sind weniger als 46 Datenbytes zu übertragen, muß mit Füllbits ergänzt werden, um die minimale Slot-Time zu erreichen.
Als Novell Netware und das IPX/SPX-Protokoll auf den Markt
brachte, war Ethernet noch nicht endgültig standardisiert. Die
Netware-Entwickler warteten aber weder die Standardisierung ab, noch benutzten
sie das gängige Ethernet-II-Format. Nein, Novell dachte sich für IPX einen
eigenen Rahmentyp aus. Dieser Pakettyp enthält keine Protokollkennung wie
Ethernet II, kann also allein IPX transportieren. Zu allem Überfluß benannte
Novell diese proprietäre Lösung auch noch nach einer IEEE-Arbeitsgruppe '802.3'.
Wie kann ein Rechner oder Router ein solches Novell-Paket aus anderen
herausfiltern, die ebenfalls nach Start- und Zieladresse eine Längeninformation
tragen? Gegenüber 'Ethernet II' werden die beiden Bytes der Protokoll-ID für
die Rahmenlänge genutzt. Der einzige weitere Unterschied besteht darin, daß
allein im 'Novell-802.3'-Paket zwei Bytes folgen, die nur aus Einsen bestehen
(FF, FF). Prinzipiell ist das Gespann IPX-'802.3' also auch in heterogenen
Umgebungen mit vielen Routem einsetzbar, erfordert aber immer einen gewissen
Extra-Aufwand. Novell geht die Sache inzwischen etwas vorsichtiger an und nennt
sein IPX-Spezial-Ethernet offiziell '802.3 raw'. Wir empfehlen, dem Rat von
Novell neueren Netware-Installationsprogrammen und -Handbüchern zu folgen und das
standardisierte 'Ethernet 802.2'-Format zu verwenden. Hinter Novells
Bezeichnung 'Ethernet 802.2' verbirgt sich das eigentlich waschechte
802.3-Format. Aber '802.3' hatte Novell bereits vergeben, und die
Verwechslungsgefahr mit dem 'raw'-Format wäre zu groß geworden. Man übernahm
daher einfach die Bezeichnung des IEEE-802.2-Protokollheaders, den die
IEEE-802.3-Spezifikation vorschreibt und der den Unterschied zu Novells
Alleingang ausmacht.

Bis zu Novells Entscheidung für die Verwendung von '802.2' als Default-Typ gab es kaum Anwendungen dieser Ethernet-Variante - abgesehen von der weiter unten beschriebenen SNAP-Erweiterung, die Netware wie einen eigenen Pakettyp behandelt. Das IEEE-Gremium ersetzte das Typ-Feld durch eine Längenangabe und ergänzte das Paket durch einen 802.2-Header von drei weiteren Bytes. Als Ersatz für das alte Typfeld mit der Protokoll-ID fungieren der 'Destination-' und der 'Source Service Access Point' (DSAP und SSAP); hinzu kommt ein 'Control Field', das manche Protokolle für Verwaltungszwecke benötigen. Ein offensichtlicher Nachteil der 802.2-Definition gegenüber Ethernet II war die Limitierung der Typ-Codes auf ein Byte, zumal die Hälfte der möglichen 256 Werte von Anfang an reserviert war. Daher folgte beinahe unweigerlich eine baldige Erweiterung: Das 'Sub Network Access Protocol' (SNAP) sorgte für Abhilfe.

Diese 802.2-Erweiterung mit der eigenen Protokoll-ID AAh stellt weitere fünf
Bytes für die Protokoll-Identifikation des darrüberliegenden Protokolls bereit,
davon drei für eine Herstellerkennung. Der bekannteste Nutznießer hiervon ist
AppleTalk. Auch die Millionenschar der TCP/IP-Anwender könnte ihre
Ethernet-II-Pakete mit der zwei Byte langen Protokoll-ID dank SNAP in ein
IEEE-konformes Format bringen - doch TCP/lP funktioniert auch ohne Standard und
den zusätzlichen Protokoll-Overhead. Da TCP/lP eine von anderen
Transportprotokollen unerreichte Bedeutung gewonnen hat (man denke allein an
das Internet), empfiehlt es sich, wenn irgend möglich, durchgehend den
Frame-Typ Ethernet II einzurichten. Häufig erzwingen dir Gegebenheiten auch die
weitere Berücksichtigung von Ethernet 802.3: Einige ältere, auf NetWare
spezialisierte IPX-Printserver zum Beispiel mögen keinen anderen Rahmentyp. Der
von Novell zur Zeit als Default-Typ verwendete 802.2 hat nur dann Berechtigung,
wenn statt TCP/lP und IPX OSI-Protokolle zum Einsatz kommen sollen.
Für welchen Rahmen Sie sich auch entscheiden, auf jeden Fall sollten Sie ihn in
der entsprechenden Konfigurationsdatei explizit angeben. Sonst kann es
passieren, daß nach einem zunächst einfach erscheinenden Update von
Workstation-Treibern nichts mehr läuft. Es sollten auch alle Server und
Workstations im Netz den gleichen Frametyp verwenden, da sonst die Performance
stark abnehmen kann (nämlich dann, wenn einige Server ein Protokoll ins andere
umsetzen müssen).
Jeder Ethernet-Adapter kann über seine in der Hardware verankerte Adresse eindeutig identifiziert werden. Diese Adresse besteht aus einem 3-Byte-Herstellercode und einer ebenfalls 3 Byte (24 Bit) langen laufenden Seriennummer. Auf diese Weise ist eine eindeutige Adressierung möglich - was aber auch bedeutet, daß die logische Adresse durch die Netzwerksoftware in eine Hardwareadresse umgesetzt werden muß. Die Angabe der Adresse erfolgt normalerweise sedezimal (hexadezimal), wobei zur besseren Lesbarkeit die einzelnen Bytes durch '.' oder ':' getrennt werden, z. B. 20:08:AA:10:00:CF.
Bei jedem Kabel gibt es eine Konstante, welche die Ausbreitungsgeschwindigkeit der elektrischen Signale in dem Kabel angibt. Die Maximalgeschwindigkeit, die Lichtgeschwindigkeit c, wird jedoch nie erreicht. Nehmen wir als Beispiel für die folgenden Berechnungen das 10Base2-Ethernet-Kabel. Bei einer Signalausbreitungsgeschwindigkeit von mindestens 0,77*c = 231000 km/s ergibt sich bei einer Segmentlänge von maximal 500 m eine maximale Laufzeit T von 0,5/231000 s = 2,165 Mikrosekunden. Aber wozu ist dieser Wert bei Netzen interessant?
Nehmen wir an, daß zwei Stationen A und B, die sich an gegenüberliegenden Enden des Kabelsegments befinden. Die Station A sendet zum Zeitpunkt t ein Datenpaket ab. Die Station B sendet ihrerseits zum Zeitpunkt t + (T - dt), also kurz bevor das Signal von A bei B ankommt. Damit A die Kollision erkennen kann, vergeht nochmals die Zeit (T - dt), also insgesamt t + 2*(T - dt).

Für den Grenzfall können wir dt gegen 0 gehen lassen, woraus folgt, daß die Dauer der Übertragung eines Datenblocks mindestens 2*T betragen muß, damit eine Kollision bei CSMA/CD sicher erkannt wird. Ein Datenblock muß also mindestens diese Zeit 2*T zur Übertragung benötigen. Deshalb wird die minimale Rahmenlänge auf 64 Bytes festgelegt, was einer Übertragungszeit von 51,2 Mikrosekunden entspricht. Dieser Wert wird als "Slot-Time" bezeichnet, sie liegt einige Mikrosekunden über 2*T.
Die Signallaufzeit hängt aber von allen Komponenten eines Übertragungswegs, also von allen Kabeln und gegebenenfalls von zwischengeschalteten Verstärkern (Repeatern) ab. Das bedeutet auch, daß sich ein Netz nicht beliebig ausdehnen läßt, da sonst auch die Datenblöcke länger werden müßten. Das gilt genauso, wenn man die Geschwindigkeit der Übertragung heraufsetzt. Wenden wir uns nun den weiteren Kabeln bei einer Netzverbindung zu.
Das Kabel zwischen AUI und MAU hat abweichende Spezifikationen (Twisted-Pair, jeweils für Senden und Empfangen getrennt, abgeschirmt), seine Maximallänge beträgt 50 m, die Mindestsignalausbreitungsgeschwindigkeit beträgt 0,65*c = 195000 km/s. Daraus folgt eine maximale Laufzeit von 0,05/195000 s = 0,256 Mikrosekunden.
Da sich maximal drei 10Base2-Netzsegmente über Verstärker (Repeater) verbinden lassen, ergibt sich eine Maximallänge von 1500 m, und so eine Laufzeit von 13 Mikrosekunden. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß bis zu sechs Transceiverkabel beteiligt sein können (je eines an den Stationen und je zwei an den beiden Repeatern). Die maximale Verzögerung ist hier also 3,08 Mikrosekunden. Wenn man noch die Zeiten für die Kollisionserkennung im Ethernet-Interface und weitere Hardwareparameter berücksichtigt, kommt man auf die im Ursprungsdokument von 1980 angegebene maximale Laufzeit von 45 Mikrosekunden.
Zu lange Kabel, zu viele hintereinandergeschaltete Repeater, aber auch das Ausreizen der im Standard angegebenen Parameter kann durchaus im Zusammenspiel mit Komponenten, die am Rande der Toleranzgrenze liegen, zu Fehlfunktionen führen. Daher sollte man die angegebenen Längen immer unterschreiten. Auch bei der Planung von Netzen ist zu berücksichtigen, daß Kabel niemals in "Luftlinie" verlegt werden und die Kurven und Schleifen in den Kabelkanälen sich schnell addieren.
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Layer |
Aufgabe |
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7 bis 4 |
Application Presentation Session Transport |
hier keine weiteren Erläuterung |
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3 |
Network |
Wegewahl, Vermittlung |
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2 |
Data Link |
Zusammenfassung der Bits in Blöcke (Bytes, Frames),
Flussteuerung, Reihenfolgesicherung Fehlererkennung in Blöcken und Korrektur |
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1 |
Physical |
mechanische Charakteristika (z.B. Pin-Belegung, etc.), elektrische,
elektromagnetische, akustische, optische Charakteristika, Übertragungsart
(z.B. analog/digital, synchron/asynchron, Modulation etc.) |
Ethernet und IEEE 802.3 sind im OSI-7-Schichten-Modell in der zweiten
Schicht angesiedelt, wobei man diese Schicht beim IEEE802.3 zusätzlich einmal
unterteilt in die Schichten 2a: Media Access Control (MAC) und 2b: Logical Link
Control (LLC).
Als Beispiel sind in Schicht 3 die Protokolle IPX (Internetwork Package
Exchange) von Novell und IP (Internet Protocol) aufgeführt.

1972 Entwicklung begann bei Xerox
1976 erste Vorstellung (3 Mbit/s Datenrate)
1980 Standard "Ethernet V1.0" (DEC, Intel,
Xerox)
1981 Standard IEEE 802
1982 Standard "Ethernet V2.0"
Zitat aus The Ethernet
Sourcebook, ed. Robyn E. Shotwell (New York: North-Holland, 1985):
``The diagram ... was drawn by Dr. Robert M. Metcalfe in 1976 to present
Ethernet ... to the National Computer Conference in June of that year. On the
drawing are the original terms for describing Ethernet. Since then other terms
have come into usage among Ethernet enthusiasts.''
Die erste Skizze ist auch noch überliefert:

For a report on the experimental Ethernet system by two of the inventors
see: Ein Bericht der Erfinder über das Experimental-Ethernet findet man in dem
Zeitschriftenartikel:
Robert M. Metcalfe and David R. Boggs. Ethernet: Distributed Packet Switching for Local Computer Networks,'' Association for Computing
Machinery, Vol 19/No 7, July 1976.
Und eine Zusammenfassung des Patents ist im WWW unter http://patent.womplex.ibm.com/details?patent_number=4063220 zu finden.
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Jahr |
Bezeichnung |
"Spitzname" |
|
1982 |
10Base-5 |
Yellow
Cable |
|
1983 |
10Base-2 |
Cheapernet |
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1985 |
10Broad-36 |
Breitband |
|
1985 |
1Base-5 |
StarLAN |
|
1991 |
10Base-T |
Twisted
Pair |
|
1993 |
10Base-F |
Fibre Optics |
|
1995 |
100 Base-X |
Fast Ethernet |
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1998 - |
|
Gigabit Ethernet |
Die Möglichkeit, Computer drahtlos zu vernetzen, ist auf den ersten Blick verlockend, konnte sich aber im Vergleich zu kabelgebundenen Lösungen bisher nur für einige Spezialaufgaben durchsetzen. Das hat vor allem folgende Gründe:
Die bisherigen "Radio LANs" arbeiten überwiegend mit dem gegenüber Störungen relativ unempfindlichen Spread-Spectrum-Verfahren, bei dem die Daten auf viele Trägerfrequenzen verteilt werden, typisch auf einen Bereich von 20 MHz bei einer Datenrate von 2 MBit/s. Das Spreizen des Signals erfolgt entweder mit dem Zufallssystem Direct Sequence (DSSS) oder durch das zyklische Springen zwischen mehreren Frequenzbändern (FHSS, Frequency Hopping Spread Spectrum). Sicherheitshalber werden die Daten verschlüsselt.
Technisch entsprechen diese Netze einem Bus-System ohne Kabel oder die Schnurlos-Stationen bilden zusammen eine Bridge. Seit 1997 werden Funk-LANs mit 1 oder 2 MBit/s im 2,4-GHz-Bereich mit der Norm IEEE 802.11 standardisiert. Als Sendeleistung ist maximal 1 Watt vorgesehen. Die Reichweite innerhalb von Gebäuden beträgt etwa 50 m, außerhalb davon einige hundert Meter. Neuere Entwicklungen erreichen bei 19 GHz bis zu 10 MBit/s, allerdings bei deutlich kleinerer Reichweite.
Die bei digitalen schnurlosen Telefonen eingesetzte DECT-Technik (1880 ... 1900 MHz) eignet sich prinzipiell ebenfalls zur Datenübertragung, wenn auch die erreichbare Geschwindigkeit deutlich unter sonstigen Radio-LANs liegt. Für DECT stehen 10 Kanäle im Abstand von 1728 kHz zur Verfügung (FDMA = Frequency Division Multiple Access), die Brutto-Bitrate je Kanal beträgt 1152 kBit/s. Im Gegensatz zu GSM und anderen Funkdiensten erfolgt das Senden und Empfangen auf der gleichen Frequenz (TDD = Time Division Duplex, 10 ms Rahmendauer), wobei jeder Kanal durch 12 Zeitschlitze bis zu sechs Gespräche erlaubt (TDMA = Time Division Multiple Access). Die Sendeleistung beträgt zeitlich gemittelt 10 mW.
Normalerweise nimmt eine Netzwerkinterface nur Datenpakete an, die an seine Hardwareadresse gerichtet sind und leitet diese an die höheren Schichten weiter. Manche Interfaces lassen sich aber in den sogenannten "promiscous mode" schalten. In diesem Modus werden alle Frames an die höheren Schichten weitergeleitet. Dieser Modus wird beispielsweise von Netzwerk- Überwachungstools oder transparenten Bridges verwendet.
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