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Grundlagen Computernetze
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Um die Längenbeschränkung eines Ethernet-Segmentes aufzuheben, verwendet man Repeater. Ein lokaler Repeater verbindet zwei Segmente, die maximal 100 m Abstand haben dürfen, er ist mit je einem Transceiver an jedes Segment angeschlossen. Ein Remote-Repeater ist ein Repeater-Paar, das durch einen max. 1000 m langen Lichtwellenleiter verbunden ist. In jedem Netz dürfen höchstens vier Repeater vorhanden sein, man erreicht so eine Gesamtlänge von 2500 m. Ein Remote Repeater-Paar zählt dabei wie ein lokaler Repeater. An den Lichtwellenleiter können keine Ethernet-Stationen angeschlossen werden.
Der Multiport-Repeater bietet die Möglichkeit, mehrere (typischerweise bis zu acht) Cheapernet-Segmente zusammenzuführen und über einen Transceiveranschluß mit dem Standard-Ethernet zu verbinden. Bei zwei oder mehr anzuschließenden Cheapernet-Segmenten ist die Lösung kostengünstiger als der Einsatz von Standard-Repeatern.
Analog dem Multiport-Repeater besteht die Funktion eines Hub
darin, mehrere Twisted-Pair-Kabelsegmente über einen Transceiveranschluß mit
dem Ethernet zu verbinden. Der Begriff "Hub" steht für fast alle
Verstärkerkomponenten, die eine sternförmige Vernetzung ermöglichen. Hubs haben
immer mehrere Ports zum Anschluß von mehreren Rechnern. Bei
Twisted-Pair-Verkabelung ist meinst einer der Ports als "Uplink"
schaltbar, d. h. es werden wie im 4. Kapitel beschrieben die Leitungen
gekreuzt. Auf diese Weise lassen sich die Hubs kaskadieren. Typisch sind Hubs
mit 4, 8, 12, 16, 24 und 32 Ports.
Stackable Multiport Repeater lassen sich über spezielle Ports zu einem grossen
Repeaterstack verbinden. Bei der Verbindung der Repeater muss man zwischen zwei
Methoden unterscheiden. Bei der ersten Methode werden die Repeater über
ThinWire-Kabel verbunden, da sie als Backbone-Anschluss standardmässig über
einen 10BASE2-Anschluss verfügen. In diesem Fall zählt jeder Repeater als ein
Repeater im Sinne der Repeaterregel (siehe weiter unten). Vorteil dieser Lösung
ist, dass die Repeater räumlich nicht unmittelbar beieinander stehen müssen.
Bei der zweiten Methode werden die Repeater über spezielle Busports und in der
Regel sehr kurze Buskabel verbunden. Vorteil dieser herstellerspezifischen
Kaskadierung ist, dass alle so verbundenen Repeater als ein Repeater bezüglich
der Repeaterregel zählen.
Die Anzahl der hintereinanderschaltbaren Repeater bei 10Base5 und 10Base2 ist jedoch limitiert (Addition von Laufzeiten, Phasenverschiebungen, usw.). Ein Remote-Repeater-Paar (10Base5, 10Base2) mit einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen beiden Hälften wird als ein Repeater betrachtet. Weiterhin gilt: Es dürfen nicht mehr als fünf (5) Kabelsegmente verbunden werden. Zur Verbindung werden vier (4) Repeater benötigt und nur drei (3) der Segmente dürfen Rechner angeschlossen haben.
Zur Verbindung von Gebäuden werden oft Lichtwellenleiter
(LWL) verwendet. Außerdem können mit ihnen in Gebäuden längere Entfernungen als
mit Koaxkabeln überbrückt werden. Lichtleiter können wie TwistedPair auch im
Ethernet-Verkehr nur für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eingesetzt werden.
Lichtleiter werden zwischen Bridges, Switches und/oder Repeatern, einem
Repeater und einer einzelnen Station mit Transceiver oder zwischen zwei
Stationen mit Transceivern verwendet.
Als Industriestandard für Lichtleiterprodukte hatte sich ursprünglich FOIRL
(Fiber Optic InterrepeaterLink)
durchgesetzt. Inzwischen wurde FOIRL vom offiziellen IEEE 802.3
10BASE-FL-Standard abgelöst, daher sollte man heute nur noch 10BASE-FL konforme
Geräte einsetzen. An einem FOIRL-Segment kann ein FOIRL-kompatibles Gerät mit
einem 10BASE-FL-Transceiver gemischt werden. In diesem Fall gelten jedoch die
strengeren FOIRL-Regeln. Normalerweise ist das eingesetzte LWL-Kabel ein
Multimode- (MMF-) Kabel mit ST- oder SC-Steckern. Die maximale Länge des Kabels
ist 2000 m beim Einsatz von 10BASE-FL-Komponenten, 1000 m bei FOIRL.
Sternkoppler können als Verstärker betrachtet werden, jedes Datenpaket, das von
einem angeschlossenem Segment stammt, wird in alle anderen Segmente verbreitet,
einschließlich Kollisionen und fehlerhafter Pakete.
An einen Sternkoppler können Koax- oder Cheapernet-Segmente angeschlossen
werden. Zudem gibt es direkte Transceiver-Anschlüsse und mittlerweile auch
Anschlüsse für Twisted-Pair-Kabelsegmente.
Eine Bridge trennt zwei Ethernet-LANs physikalisch, Störungen wie z. B. Kollisionen und fehlerhafte Pakete gelangen nicht über die Bridge hinaus. Die Bridge ist protokolltransparent, d. h. sie überträgt alle auf dem Ethernet laufenden Protokolle. Die beiden beteiligten Netze erscheinen also für eine Station wie ein einziges Netz. Durch den Einsatz einer Bridge können die Längenbeschränkungen des Ethernets überwunden werden. Die Bridge arbeitet mit derselben Übertragungsrate, wie die beteiligten Netze. Die Anzahl der hintereinandergeschalteten Bridges ist auf 7 begrenzt (IEEE 802.1). Normalerweise wird man aber nicht mehr als vier Bridges hintereinanderschalten.

Jede lokale Bridge ist über Transceiver an zwei Ethernet-LANs angeschlossen
(Es gibt auch Bridges, die mehrere LANs verbinden können). Die Bridge erstellt
für jedes LAN eine Tabelle der Adressen aller Stationen, die Datenpakete
aussenden. Ist die Zieladresse eines Paketes in dem LAN, in dem es von der
Bridge empfangen wurde, wird es ignoriert. Ist es nicht darin, wird es in das
andere LAN gesendet. Es werden somit nur solche Pakete übertragen, die an die
jeweils andere Seite adressiert sind. Broadcasts und Multicasts werden immer
übertragen. Je nach Typ der Bridge können auch extra Filter gesetzt werden, um
etwa den Zugang mancher Stationen zu verhindern oder nur bestimmte Protokolle
zuzulassen. Eine Bridge arbeitet auf der Ebene 2 des OSI-Schichtenmodells.
Die Bridge empfängt von beiden Netzsegmenten, mit denen sie wie jede normale
Station verbunden ist, alle Blöcke und analysiert die Absender- und
Empfängeradressen. Steht die Absenderadresse nicht in der brückeninternen
Adresstabelle, so wird sie vermerkt. Die Bridge lernt und speichert so die
Information, auf welcher Seite der Bridge der Rechner mit dieser Adresse
angeschlossen ist. Ist die Empfängeradresse bekannt und der Empfänger auf
derselben Seite wie der Absender, so verwirft die Bridge das Paket (filtert
es). Ist der Empfänger auf der anderen Seite oder nicht in der Tabelle, wird
das Paket weitergeschickt. Die intelligente Bridge lernt so selbständig, welche
Pakete weitergeschickt werden müssen und welche nicht. Bei managebaren Bridges
können zusätzliche Adress-Filter gesetzt werden, die regeln an welche Adressen
die Bridge Informationen immer weiterschicken muss oder nie weiterschicken
darf.
Bridges können Ethernet-Segmente auch über synchrone Standleitungen,
Satellitenverbindungen, Funkverbindungen, öffentliche Paketvermittlungsnetze
und schnelle Lichtleiternetze (z.B. FDDI) verbinden. In der Regel müssen solche
Bridges immer paarweise eingesetzt werden.

Bridges sind komplette, relativ leistungsfähige Rechner mit Speicher und mindestens zwei Netzwerkanschlüssen. Sie sind unabhängig von höheren Protokollen (funktionieren also z.B. mit TCP/IP, DECnet, IPX, LAT, MOP etc. gleichzeitig) und erfordern bei normalem Einsatz keine zusätzliche Software oder Programmierung. Nach Außen bildet ein mittels Bridge erweitertes LAN weiterhin eine Einheit, welches eine eindeutige Adressierung bedingt. Eine Bridge interpretiert die MAC-Adressen der Datenpackete. Weitere Features einer Bridge sind:
Weitere Kenndaten einer Bridge sind die Größe der Adresstabelle, die Filterrate, und die Transferrate. Die Größe der Adresstabelle gibt an, wie viele Adressen (Knoten) insgesamt in der Bridge gespeichert werden können. Die Filterrate gibt an, wie viele Pakete pro Sekunde (packets per second, pps) eine Bridge maximal empfangen kann. Bei voller Last und minimaler Paketlänge können in einem Ethernet-Segment theoretisch bis zu 14.880 Pakete pro Sekunde auftreten. Auf beiden Ports hat eine 2-Port-Bridge also insgesamt maximal 29.760 Pakete pro Sekunde zu filtern. Alle modernen Bridges erreichen diese theoretisch möglichen Maximalwerte. Die Transferrate gibt an, wie viel Pakete pro Sekunde die Bridge auf die andere Seite weiterleiten kann. Der Maximalwert ist hier 14.880 pps, da bei dieser Transferrate beide Segmente voll ausgelastet sind.
Der Algorithmus ist ebenfalls in IEEE 802.10 spezifiziert. Er wird eingesetzt um bei Verknüpfungen von Netzwerken redundante Pfade (sog. Loops) durch einen deterministischen logischen Pfad im Netz zu ersetzen. Im folgenden Beispiel sind verschiedene LANs durch Bridges miteinander verknüpft, die im Bild durch Pfeile repräsentiert werden.

Alle Bridge-Links gemeinsam würden redundante Pfade im Netz ermöglichen, was endlos kreisende Pakete zur Folge hätte. Mit dem "Spanning Tree"-Algorithmus wird einer der möglichen logischen Pfade im Netz ausgewählt, der keine Schleifen enthält. Das Ergebnis wird durch die blauen Pfeile dargestellt die eine baumartige Struktur bilden. Im Extremfall kann hierdurch eine Bridge sogar ganz aus dem Netzverkehr herausfallen.
Die Bridges kommunizieren untereinander mit Hilfe der sog. Bridge Protocol Data Units (BPDU). Jede Bridge benötigt eine gewisse Grundkonfiguration, um den Algorithmus einsetzen zu können:
In Abhängigkeit dieser Parameter wird der logische Baum folgendermaßen automatisch von allen Bridges zusammen aufgespannt:

Der Switch ist wie Hub oder Repeater ein Gerät des
Osi-Layers 2, d. h. er kann LANs mit verschiedenen physikalischen Eigenschaften
verbinden, z. B. Koax- und Twisted-Pair-Netzwerke. Allerdings müssen, ebenso
wie bei der Bridge, alle Protokolle höherer Ebenen 3 bis 7 identisch sein!. Ein
Switch ist somit protokolltransparent. Er wird oft auch als Multi-Port-Bridge
bezeichnet, da dieser ähnliche Eigenschaften wie eine Bridge aufweist. Jeder
Port eines Switch bildet ein eigenes Netzsegment. Jedem dieser Segmente steht
die gesamte Netzwerk-Bandbreite zu Verfügung. Dadurch erhöht ein Switch nicht
nur - wie die Bridge - die Netzwerk-Performance im Gesamtnetz, sondern auch in
jedem einzelnen Segment. Der Switch untersucht jedes durchlaufende Paket auf
die MAC-Adresse des Zielsegmentes und kann es direkt dorthin weiterleiten. Der
große Vorteil eines Switches liegt nun in der Fähigkeit seine Ports direkt
miteinander verschalten zu können, d. h. dedizierte Verbindungen aufzubauen.
Was ist nun der Unterschied zwischen einem Switch und einer Multiport-Bridge?
Bei den Produkten der meisten Hersteller gibt es keinen. Switch klingt nach
Tempo und Leistung, deswegen haben viele Hersteller ihre Multiport Bridges
Switches genannt. Der Begriff Switch fuer Multiport Bridges wurde von der Firma
Kalpana (inzwischen von Cisco aufgekauft) kreiert, da deren Produkte nicht der
IEEE-Spezifikation einer Bridge entsprachen, konnte Kalpana die Produkte nicht
Bridges nennen und hat den Namen Switch gewählt. Kalpana war nun sehr
erfolgreich mit dem Marketing ihrer Switches. Deswegen haben andere Hersteller
ihre Bridges auch Switch, Switch mit Bridge-Eigenschaften oder Bridging Switch
genannt. Switches brechen die Ethernet-Busstruktur in eine Bus-/Sternstruktur
auf. Teilsegmente mit Busstruktur werden sternförmig über je einen Port des
Switch gekoppelt. Zwischen den einzelnen Ports können Pakete mit maximaler
Ethernet-Geschwindigkeit übertragen werden. Wesentlich ist die Fähigkeit von
Switches, mehrere Übertragungen zwischen unterschiedlichen Segmenten
gleichzeitig durchzuführen. Dadurch erhöht sich die Bandbreite des gesamten
Netzes entsprechend. Die volle Leistungsfähigkeit von Switches kann nur dann
genutzt werden, wenn eine geeignete Netzwerktopologie vorhanden ist bzw.
geschaffen werden kann. Die Datenlast sollte nach Möglichkeit gleichmäßig über
die Ports verteilt werden. Systeme, die viele Daten übertragen, müssen unter
Umständen an einen eigenen Switch Port angeschlossen werden. Dies bezeichnet
man dann als Private Ethernet. Außerdem sollte man versuchen, Systeme
die viel miteinander kommunizieren, an einen gemeinsamen Port des Switches
anzuschließen, um so die Datenmengen, die mehr als ein Segment durchlaufen
müssen, zu reduzieren.
Allgemein haben sich in der Switch-Technologie zwei Gruppen herauskristallisiert:
Inzwischen sind Switching-Produkte (z.B. von 3Com, Cisco oder Allied Telesyn) am Markt, die beide Technologien unterstützen. Dies geschieht entweder per Konfiguration (Software) oder automatisch anhand der CRC-Fehler-Häufigkeit. Wird eine vorgegebene Anzahl von fehlerhaften Paketen überschritten, schaltet der Switch automatisch von "Cut Through" auf "Store and Forward" um.
Die Performance eines Netzes kann man auf Basis vorhandener Standalone-Switches erhöhen, indem zusätzliche Switches über die Ethernetports kaskadiert werden. Alle Switches erlauben die Kaskadierung über einen einzelnen Ethernet-Port mit einer maximalen Transferrate von 10 Mbit/s (bzw. 100 Mbit/s bei Fast Ethernet Switches). Kann man das Netz in Teilnetze unterteilen, zwischen denen diese Transferrate ausreicht, ist dies eine sinnvolle Lösung. Doch meistens ist das nicht der Fall. Die nächste und wohl beste Möglichkeit der Kopplung von Switches ist der Einsatz von Produkten, die den Anschluss an einen High Speed Backbone erlauben. Im Gegensatz zu kaskadierten Standalone-Switches können weitere Geräte an den Backbone gehängt werden, ohne dass Ports für die Switch-zu-Switch-Verbindung verloren gehen. Eine Backbone-Lösung ist nicht nur schneller und flexibler sondern für grosse Netze auch kostengünstiger. Man muss unterscheiden zwischen Lösungen, die eine herstellereigene Verbindung benutzen (proprietär) und solchen, die auf einen Standard wie Fast Ethernet, Gigabit Ethernet, FDDI oder ATM setzen.
Router verbinden, im Gegensatz zu Bridges, in OSI-Schicht 3
auch Netze unterschiedlicher Topologien. Sie sind Dreh- und Angelpunkt in
strukturiert aufgebauten LAN- und WAN-Netzen. Mit der Fähigkeit,
unterschiedliche Netztypen sowie unterschiedliche Protokolle zu routen, ist
eine optimale Verkehrslenkung und Netzauslastung möglich. Routing wird erst
dann erforderlich, wenn Kommunikation zwischen Stationen in unterschiedlichen
Subnetzen erfolgen soll. Sie sind nicht protokolltransparent, sondern müssen in
der Lage sein, alle verwendeten Protokolle zu erkennen, da sie
Informationsblöcke protokollspezifisch umsetzen.
Bevor der Router ein Paket an ein angeschlossenes LAN oder WAN weiterleitet,
untersucht dieser die Adressangaben des Datenpakets, z. B. die IP-Adresse und
leitet die Daten abhängig von seiner Routing-Tabelle weiter. Er arbeitet also
nicht wie die Bridge oder dem Switch mit den Adressen der MAC-Ebene. Dieses hat
den Vorteil, das ein Host nicht die MAC-Adresse des Empfängers wissen muss um
diesem eine Nachricht zu übermitteln. Die Adresse der Netzwerk-Protokollebene,
z. B. IP genügt. Dieses weiterleiten von Daten anhand einer Tabelle heißt Routen.

Durch die für das Routen notwendige Untersuchung des Datenpakets, erhöht
sich die Verweilzeit der Daten im Router selbst (Latenzzeit). Die eigentliche
Stärke von Routern liegt in ihrer Fähigkeit mittels Algorithmen (z. B. Load
Balancing Algoritmus) den in der Regel bestmöglichen Weg für ein Datenpaket zum
Empfanger aus seiner Routing-Tabelle zu wählen.
Um die Daten "routen" zu können, ist es notwendig, daß der Router
alle angeschlossenen Netzwerkprotokolle versteht und diese auch die Fähigkeit
des Routens unterstützen. Der Vorteil des Routers gegenüber der Bridge ist die
logische Trennung und die Bildung von (Sub-)Netzen bei TCP/IP bzw. von Areas
bei DECNET.
Weitere Features von Routern sind ihre Netzwerk-Management- und die Filter-Funktionen.
Durch geeignet gewählte Routing-Einstellungen ist es möglich, die
Netwerk-Performance je nach Anforderungen ans Netz zu verbessern. Die
Filterfunktionen auf Netzwerk-Protokollebene sind ähnlich wie bei der Bridge.
Router bieten aber eine generell höhere Isolation da sie z. B. Broadcasts in
der Regel nicht weiterleiten. Außerdem können sie zusätzlich als
"screening Router" verwendet werden, indem z. B. bestimmten
IP-Adressen der Zugriff auf bestimmte Netzteile verwehrt wird. Aus den erwähnten
Gründen sind Router in der Regel per Software konfigurierbar.
Das folgende Netz besteht aus drei IP-Netzen, die über Router verbunden sind. Jeder Router hat zwei Netzwerk-Interfaces, die jeweils in zwei der Netze hängen. Es ist nicht unbedingt erforderlich, für jedes Netz eine eigenen Interface zu verwenden; über sogenannte 'virtuelle Interfaces' kann man mehrere Netze auf ein Hardwareinterface legen.

Die Routing-Tabellen dazu sehen so aus:
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Mittlerweile existieren Geräte, deren ausschließliche Funktion darin besteht, den Datenfransfer zwischen verschiedenen Netzsegmenten entweder mittels der Bridge- oder der Route-Funktion zu lenken, je nachdem ob das entsprechende Kommunikationsprotokoll routefähig ist oder nicht. Diese Geräte werden auch Brouter genannt. Sie sind zudem in der Lage, unterschiedliche Transpormedien zu bedienen; so können beispielsweise nicht nur Ethernetsegmente, sondern auch Token Ringe, X.25/HDLC-Strecken und in Zukunft auch FDDI-Ringe angeschlossen werden. Die Unterteilung eines großen Netzes durch Router verhindert auch die Ausbreitung des lokalen Datenverkehrs auf das gesamte Netz.
Layer-3-Switching ist eine neue Technologie. Sie kombiniert leistungsfähiges Switching (Layer 2) mit skalierbarem Routing (Layer 3). Herkömmliche Switches verwenden die MAC-Adresse der Ethernet-Frames zur Entscheidung, wohin die Frames transportiert werden sollen, während Router Datenpakete anhand von Routingtabellen und Accesslisten auf Layer-3-weitervermitteln. Router sind in vielen Installationen als reine LAN-to-LAN-Router im Einsatz, um Subnetze zu verbinden und die Nebeneffekte von rein geswitchten Netzen, wie z. B. Broadcast-Stürme, fehlendes Subnetting etc. zu verhindern. Router, die auf der Transportebene arbeiten, müssen jedes IP-Paket aus den Ethernet-Frames zusammenbauen und vielfältige Operationen an IP-Paketen durchführen. Dies führt zu einer Verzögerungszeit und, im Vergleich zu Switches, geringerem Datendurchsatz. In reinen IP-Netzen kann das Layer-3-Switching, auch "Fast IP" genannt, diese LAN-to-LAN-Router ersetzen. Der Layer-3-Switch liest beim ersten IP-Paket sämtliche Frames dieses Paketes, analysiert die Absender- und Empfänger-IP-Adressen und leitet das IP-Paket weiter. Alle nachfolgenden Frames dieses Stationspaars können daraufhin anhand der MAC-Adresse weitergeleitet werden. Der Layer-3-Switch behandelt IP-Pakete beim ersten Mal wie ein Router, nachfolgende Daten können auf Frame-Ebene geswitcht werden. Nicht-IP-Daten, wie z. B. IPX-Pakete, werden vom Layer-3-Switch auf Layer 2 geswitcht. Das Konzept des Layer-3-Switching bedingt eine Erweiterung des Ethernet-Frameformats und ist bisher nur proprietär implementiert. Die Erweiterung des Layer-3-Switching auf andere Layer-3-Protokolle wie z.B. IPX ist geplant. Es ist anzunehmen, dass die herstellerspezifischen Implementationen in einen gemeinsamen Standard münden.
Ein Terminal-Server dient dazu, einem beliebigen Endgerät, sofern es eine serielle, asynchrone V.24 (RS 232 C)-Schnittstelle besitzt, die Verbindung zu einem Rechner herzustellen. Der Terminal-Server ist über einen Transceiver an das Ethernet angeschlossen und stellt dem Terminal-Benutzer eine Kommandoschnittstelle zur Verfügung, so daß er Verbindungen aufbauen, abbauen und Parameter (z.B. Echo) setzen kann. Ein Terminal kann meist mehrere Verbindungen haben und zwischen ihnen wechseln. Es gibt Terminal-Server für verschiedene Protokolle, z. B. für TCP/IP (Telnet) und DECnet (LAT) oder auch beides zugleich. Die meisten Terminal-Server haben acht Ports zum Anschluß von Endgeräten, sie können auch kaskadiert werden. Der Einsatz eines Terminal-Servers ist immer nötig, wenn es für das Endgerät keine Möglichkeit gibt, eine Ethernet-Karte einzubauen.
Gateways können völlig unterschiedliche (heterogene) Netze miteinander koppeln. Sie stellen einen gemeinsamen (virtuellen) Knoten dar, der zu beiden Netzen gehört und den netzübergreifenden Datenverkehr abwickelt. Gateways werden einerseits für die LAN-WAN-Kopplung (oder die LAN-WAN-LAN-Kopplung) andererseits für den Übergang zwischen unterschiedlichen Diensten verwendet (z. B. das Absetzen von Fax-Nachrichten aus einem LAN).
Ein Gateway ist ein aktiver Netzknoten, der von beiden Seiten aus adressiert werden kann. Er kann nicht auch mehr als zwei Netze miteinander koppeln. Gateways behandeln auf beiden Seiten unterschiedliche Protokolle bis hinauf zur Schicht 7. Insbesondere ist das Routing über Netzgrenzen (korrekte Adressierung!) hinweg eine wichtige Aufgabe des Gateways. Man unterscheidet im wesentlichen zwei Typen:
Der Gateway unterstützt hauptsächlich zwei wichtige Dienste: Die Übermittlung aufeinanderfolgender Nachrichten zwischen Quelle und Ziel als unabhängige Einheit und das Etablieren einer logischen Verbindung zwischen Quelle und Ziel. Um auf die unterschiedlichen Anforderungen der Flußkontrolle der zu verbindenen Netze eingehen zu können, muß der Gateway gegebennfalls Daten zwischenspeichern. Ist eines der beteiligten Netze leistungsfähiger als das andere, muß der Gateway dies erkennen und das "schnellere" Netz bremsen. Arbeiten beide Netze mit unterschiedlichen Paketgrößen, müssen Datenpakete "umgepackt" werden. Dies kann ganz einfach dadurch geschehen, daß zu große Pakete in kleinere Pakete aufgespalten und an Ziel gegebenenfalls wieder zusammengesetzt werden.
Als Schutz vor Einbruchsversuchen in lokale Netze, die über
einen Anschluß an öffentliche Netze verfügen (z. B. Internet, aber auch ISDN),
haben sich Firewall-Rechner, kurz 'Firewalls' bewährt. Ähnlich der Zugbrücke
einer Burg erlauben sie den Zugang nur an einer definierten Stelle. Damit läßt
sich der Datenverkehr von und nach außen kontrollieren. Normalerweise sind
zahlreiche Rechner des Unternehmens, die unter diversen Betriebssystemen
laufen, direkt aus dem öffentlichen Netz erreichbar. Ein Firewall kanalisiert
die Kommunikation, indem alle Daten von und nach außen über dieses System
laufen müssen. Die Kanalisierung erhöht zudem die Chancen, einen
Einbruchversuch anhand ausführlicher Protokoll-Dateien zu erkennen, da der
Eindringling erst den Firewall passieren muß.
Ein Firewall kann aus einer einzelnen Maschine oder aus einer mehrstufigen
Anordnung bestehen. Eine mehrstufige Anordnung ist vor allem dann sinnvoll,
wenn man bestimmte Dienste der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will, etwa
einen WWW- oder ftp-Server. Die entsprechenden Hosts können dann in einem
Zwischennetz isoliert werden.
Der Anschluß kann auf zwei Arten erfolgen. Die erste Möglichkeit ist das Einbinden ins lokale Netz. Der Router dieses Netzes wird so konfiguriert, daß alle Datenpakete nur an den Firewall weitergegeben werden, der auch als einziges System 'nach außen sichtbar' ist.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, den Firewall mit zwei Netzwerk- Schnittstellen auszurüsten, so daß das interne und das externe Netz durch den Rechner getrennt werden. Der Firewall routet dann nur die erlaubten Datenpakete.

Zur Software-Konfiguration eines Firewall existieren zwei Grundstrategien:
Es gibt drei Arten von Firewalls:
Der Einsatz von Firewalls bietet sich auch innerhalb einer Organisation an, um Bereiche unterschiedlicher Sensitivität von einander abzugrenzen. Firewalls bieten jedoch niemals hundertprozentige Sicherheit! Sie schützen nicht vor dem Fehlverhalten eines authorisierten Anwenders und können, etwa durch eine zusätzliche Modem-Verbindung, umgangen werden.
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